Das Leben eines Menschen ist sein persönliches Eigentum.
Wir leben in einer großen politischen Lüge, deren schmutzige Schichten erst nach dem Protest sichtbar werden.
Wenn die Menschen diese trügerische Ordnung durch Proteste herausfordern, werden ihre wahren und schmutzigen Ebenen – bestehend aus Unterdrückung, Grausamkeit und der Unterstützung von Ungerechtigkeit – unweigerlich enthüllt.
Diese Enthüllung des wahren Gesichts ist selbst eine der wichtigsten Errungenschaften der Volksproteste, denn dadurch kann man sich nicht länger hinter einer trügerischen Fassade verbergen.
In jeder unterdrückerischen Struktur kann diese große politische Lüge und ihr schmutziges Gesicht niemals ohne die Existenz von Komplizen und Ausführenden weiterbestehen – Wesen, die selbst „schmutzig und niederträchtig“ sind. Diese Verräter der Menschlichkeit sind jene, die durch Zustimmung oder Schweigen die Unterdrückungsmaschinerie in Gang halten: sei es als Sicherheitskräfte, die nachts angreifen, oder als Personen, die im Schutz eines Systems weiterhin die Stimme eines Menschen quälen und zum Schweigen bringen. Die Entlarvung dieser Komplizen und Mittäter ist ein unverzichtbarer Teil des Kampfes gegen jene „große Lüge“.
„Unsere Erfahrung im Herzen Europas zeigt, dass man sich nicht vom äußeren Schein der ‚Demokratie‘ täuschen lassen darf. Während das diktatorische System im Iran mit Maske und Waffe in der Dunkelheit der Nacht angreift, handeln hier dieselben ‚parasitären Barbaren‘ auf andere Weise – mit der Maske von Gesetz und Demokratie.
Man wird mit unsichtbaren Mitteln (wie Strahlen) rund um die Uhr angegriffen, und wenn man sich zur Beschwerde an Institutionen wendet, wird man nicht unterstützt, sondern als psychisch auffällig abgestempelt und zum Schweigen gebracht. Praktisch verliert man seine Sicherheit und Privatsphäre in demselben Ausmaß, wie sie in einem autoritären System verletzt wird.
Die Lehre aus diesen zwei unterschiedlichen, aber ähnlichen Erfahrungen lautet:
Freiheit entsteht nicht durch eine bloße Umbenennung der Regierung, sondern dadurch, dass jede Form der Schikane beendet und die Würde sowie die tatsächliche Sicherheit aller Bürger gewahrt wird.“**
Das Erkennen des Leidens muss uns zu höherer Wachsamkeit führen:
Das Ziel darf nicht bloß ein Austausch von Gesichtern sein.
Wir müssen darauf achten, dass die kommenden Bewegungen nicht einfach die Akteure auf der Bühne gegen jene im Hintergrund austauschen, sondern dass ein grundlegender, struktureller Wandel in der Natur der Macht und Regierungsführung stattfindet, damit die Mechanismen der Unterdrückung nicht wiederaufgebaut werden.
Der Schwerpunkt auf Selbstvertretung und der Verweigerung der Delegation von Macht an bestimmte Gruppen (selbst an Verwandte oder Stammesstrukturen) ist ein entscheidender Punkt für die Entwicklung der Demokratie und die Verhinderung von Machtkonzentration. Menschen müssen direkt Einfluss auf ihr Schicksal und ihre Forderungen ausüben.
Die wesentliche Lehre ist, dass der Kampf für Freiheit und Rechte nicht von einem Führer oder einer „rettenden Gruppe“ abhängt, sondern auf dem bewussten und kontinuierlichen Engagement der Bürger beruht, die selbst die Verantwortung für die Verwirklichung ihrer Forderungen übernehmen.
Ein unterdrückerisches Regime zu beenden, ist nur die Hälfte des Weges; die andere Hälfte besteht darin, eine neue Struktur zu schaffen, die niemals zulässt, dass solches Leid wiederkehrt.
Um uns nicht von der „niederträchtigen Natur“ täuschen zu lassen, müssen wir den Blick von äußeren Erscheinungen und Worten der Systeme und Herrscher abwenden und uns auf deren tatsächliche Handlungen und die feinen Ergebnisse ihres langfristigen Verhaltens konzentrieren. Dieses Prinzip der ständigen Wachsamkeit ist der Schlüssel im Kampf gegen selbsternannte Machtstrukturen.
Diese illegitimen Herrscher erlangen Macht durch Gewalt und Täuschung und bedecken ihre niederträchtige Natur mit einer „großen Lüge“ – etwa dem Anspruch, die Menschen exklusiv zu vertreten oder Sicherheit zu gewährleisten. Wir müssen erkennen, dass diese niederträchtige Natur sich hinter Masken von Gesetz oder Demokratie verbergen oder sich in alltäglichen bürokratischen Ungerechtigkeiten und langfristiger Verantwortungslosigkeit neu erschaffen kann.
Sich täuschen zu lassen bedeutet, dieser Natur zu erlauben, die Mechanismen der Unterdrückung durch bloßen Austausch von Gesichtern neu aufzubauen. Daher muss unser Maßstab stets die tatsächliche Sicherheit und Würde jedes einzelnen Bürgers in den kleinsten Interaktionen mit dem System sein; dauerhafte öffentliche Kontrolle und Nichtdelegation von Macht sind die einzigen Mittel, die dieser niederträchtigen Natur keine Möglichkeit zur erneuten Festigung geben.
Mein Leben gehört mir, und es geht keinen politischen Nichtsnutz etwas an.
Das bedeutet: Wenn Ihr Leben Ihr persönliches Eigentum ist, wird jede noch so kleine Einmischung oder Verletzung Ihrer Rechte durch das System als Angriff auf Ihre Privatsphäre wahrgenommen – nicht als etwas Normales oder als „für die Ordnung notwendig“.
Die Zurückweisung selbsternannter Herrschaft bedeutet:
Ich entscheide für mich selbst, und mein Leben wird nicht durch politische Macht definiert oder kontrolliert.
