In der Tierzucht bezeichnet ein roter Widder ein männliches Kaninchen der Rasse Deutscher Widder mit dem anerkannten Farbschlag „rot“.

Salomon zum Hasen (erstmals erwähnt ab 1530)
Salomon zum Hasen, auch als Salomon Meir Worms zum Buchsbaum geführt, war ein Sohn des Wormser Gelehrten und Gemeindemitglieds Rabbi Meir Worms (1489–1540) und dessen Frau Gutlin sowie der Bruder von Fogele Worms (auch Tzipora Fogele Worms), die mit Elchanan (Elkan) Hahn-Friedberg („zum roten Hahn“ beziehungsweise „zur roten Rose“) verheiratet war. Über die nachfolgenden Generationen führt diese Linie zu Zweig der Familie Rothschild.
Salamon erhielt seinen Beinamen nach seinem Wohnhaus, dem „Roten Hasen“. Aus dieser vermögenden Sippe gingen über Generationen hinweg mehrere jüdische Familien hervor, die in der Frankfurter Judengasse eine beherrschende Stellung einnahmen, darunter:
- Die Kann
- Die Haas, auch Gerotwohl genannt
- Die Schuh
- Die Stern
- Die Beer
Die Kann – Wertheimer – Das „Steinerne Haus“ – Judengasse 40

Samson Wertheimer (1658–1724), der berühmte Wiener Oberhoffaktor, hatte eine Tochter, die in Frankfurt am Main lebte. Diese war mit dem Frankfurter Bankier Moses Löb Isaak zur Kann verheiratet. Die Familie Kann gehörte zur lokalen jüdischen Elite in Frankfurt. Moses Löb Isaak zur Kann (1703–1761) gehörte zur einflussreichen und vermögenden jüdischen Familie Kann, die zu dieser Zeit eine beherrschende Stellung in Frankfurt innehatte.
Die Haas / Gerotwohl – Ein Zweig der Nachkommenschaft Salomons zum Hasen
Der Name Gerotwohl taucht in historischen Archiven der Frankfurter Judengasse primär als historischer Haus- und Beiname der Familie Haas auf. 16. bis 17. Jahrhundert: Der Beiname Gerotwohl wird in den Steuer- und Gemeinderegistern der Frankfurter Judengasse für diese Familie verwendet.
Auflösung der Frankfurter Judengasse
Im Juli 1796 – während der Koalitionskriege – wurde Frankfurt von französischen Truppen beschossen, wobei ein Großteil des nördlichen Teils der Judengasse zerstört wurde. In den Wirren dieser Ereignisse brachen die Tore und die Zwangsbeschränkungen des Ghettos endgültig auf, und die Bewohner durften sich fortan auch in anderen Teilen der Stadt niederlassen (wie das nahegelegene Fischerfeldviertel).
„Grotwohl-Linie“ in Braunschweig
In den historischen Daten des METAhub-Projekt des Jüdischen Museums Frankfurt zur Familie Haas / Gerotwohl taucht der Bezug zu Braunschweig konkret auf: Ende des 16. Jahrhunderts wird ein Mitglied der Familie Haas namens Model Grotewohl Hase namentlich erwähnt.
Der Bezug zu Braunschweig: Auf dieser historischen Reise oder im direkten regionalen Kontext der Tuchhandels- und Reichsbeziehungen gibt es Verknüpfungen nach Norden – denn die Frankfurter Tuchhändler-Sippe (zu der die Familie Haas / Gerotwohl gehörte) stand im Handelsaustausch mit norddeutschen Zentren, und Mitglieder dieser Familienkreise bewegten sich auf den alten Handelsstraßen, die unter anderem auch über Städte wie Braunschweig in Richtung Norden führten. Der Name Grotewohl (bzw. die Namensvariante) taucht in diesem dokumentierten Kontext als historischer Personen- und Beiname auf, der die familiäre Verbindung der Frankfurter Stammfamilie untermauert.
Otto Grotewohl – der erste Ministerpräsident der DDR.
DDR / Otto Grotewohl
Otto Grotewohl (1894–1964) war der erste Ministerpräsident der DDR. Er wurde am 11. März 1894 in Braunschweig geboren und starb am 21. September 1964 in Berlin-Ost. Otto Grotewohl wurde evangelisch-lutherisch erzogen, trat jedoch am 26. September 1919 aus der Kirche aus und war danach konfessionslos.
Seine väterliche Abstammung ist bis zu den Großeltern sicher dokumentiert: Sein Vater war Heinrich Friedrich Wilhelm Grotewohl (*27. August 1852 in Wendebrück), sein väterlicher Großvater Christian Wilhelm Konrad Grotewohl (*25. Juli 1825, † 1902), seine Großmutter väterlicherseits Johanna Grotewohl, geborene Kötz (*25. März 1828, † 14. Februar 1899).
Für die Generationen vor Christian Wilhelm Konrad Grotewohl ist die Abstammung in den derzeit zugänglichen biografischen Quellen nichts dokumentiert. Eine weiter zurückreichende Verbindung der Braunschweiger Familie Grotewohl zu den frühneuzeitlichen Frankfurter Familien Grotwohl/Gerotwohl, Haas oder zum Hasen kann deshalb derzeit nicht als genealogisch bewiesen gelten und müsste durch konkrete Kirchenbuch-, Heirats-, Tauf- und Ortsregister nachgewiesen werden. Als Forschungsindiz ist die Kombination aus Namensähnlichkeit und Ortsbezug durchaus relevant und bemerkenswert.
Funktionen – Hauptaufgaben
Als erster Ministerpräsident der DDR (Regierungschef) war Otto Grotewohl nominell das Oberhaupt der Regierung und der Exekutive. Seine Hauptaufgaben und Funktionen umfassten:
- Leitung des Ministerrates: Er führte den Vorsitz im Ministerrat, dem Kabinett der DDR, und war für die Umsetzung der politischen Vorgaben der führenden Partei, der SED, verantwortlich.
- Regierungspolitik formulieren und umsetzen: Er war maßgeblich an der Ausarbeitung und Präsentation der Regierungserklärungen und des Regierungsprogramms beteiligt. Dazu gehörte die Wirtschaftspolitik, Sozialpolitik (z.B. Frauen- und Familienpolitik), Bildungs- und Justizreformen.
- Repräsentation des Staates: Grotewohl repräsentierte die DDR nach innen und außen, hielt Reden und empfing Staatsgäste. Seine Regierungserklärung vom Oktober 1949, in der er die Gründung der DDR verkündete, ist ein wichtiges Beispiel hierfür.
- Bindeglied zur Partei: Obwohl er formal Regierungschef war, war die eigentliche Macht in der DDR beim Zentralkomitee der SED und insbesondere bei dessen Generalsekretär (ab 1953 Walter Ulbricht) angesiedelt. Grotewohl war als Mitglied des Politbüros und ab 1960 als stellvertretender Vorsitzender der SED jedoch eng in die Parteiführung eingebunden.
- Umgang mit der deutschen Teilung: Anfangs äußerte Grotewohl noch Gedanken an eine gesamtdeutsche Einheit, passte seine Politik aber schnell den sowjetischen und SED-Vorgaben an, was die Anerkennung der Oder-Neiße-Grenze und die Festigung des DDR-Staates betraf.
Frauen und Kinder
Otto Grotewohl war zweimal verheiratet.
- Erste Ehefrau: Marie Martha Louise Grotewohl (geb. Ohst)
- Heirat: 1919
- Scheidung: 1949
- Kinder aus dieser Ehe:
- Sohn: Hans Grotewohl (1924–1999). Er wurde Architekt und lebte auch in der DDR. (Es gibt Hinweise, dass er vier Kinder hatte.)
- Tochter: Dorle. Über sie sind öffentlich weniger Details bekannt.
- Zweite Ehefrau: Johanna Grotewohl (geb. Danielzig, verwitwete Schumann)
- Heirat: 1949 (im selben Jahr nach der Scheidung von seiner ersten Frau).
- Sie war zuvor seine Privatsekretärin.
- Mit ihr hatte er keine gemeinsamen Kinder.
Grotewohl und seine Verantwortung
Nach dem Sturz des Ministeriums für Staatssicherheit wurden Vorwürfe gegen Grotewohl erhoben, die ihn mit Verbrechen der DDR in Verbindung brachten. Es ist wichtig zu beachten, dass er als erster Ministerpräsident und führendes Mitglied des Politbüros des ZK der SED eine zentrale Rolle in der Führung des SED-Regimes innehatte.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Otto Grotewohl aufgrund seiner Stellung in der Parteiführung und im Staat politische und institutionelle Mitverantwortung für die undemokratische Natur, die Unterdrückung von Bürgerrechten und einzelne Gewalttaten des SED-Regimes trug.
Als Ministerpräsident und führendes Mitglied der SED trug Otto Grotewohl politische und institutionelle Mitverantwortung für die Verbrechen des SED-Regimes:
- Todesfälle an der innerdeutschen Grenze/Mauerbau (Schießbefehl): Systematische Tötung von Flüchtlingen.
- Unterdrückung politischer Opposition: Massenhafte politische Haft, Rechtsbeugung und Zwangsarbeit.
- Niederschlagung des Volksaufstands 1953: Gewaltanwendung und Verfolgung der Aufständischen.
- Systematische Überwachung: Aufbau und Betrieb des MfS (Stasi), das die Bevölkerung umfassend überwachte und unterdrückte.
- Zwangskollektivierungen und Enteignungen: Gewaltvolle Durchsetzung der sozialistischen Planwirtschaft.
1953 – Karl-Marx-Jahr und Karl-Marx-Orden
1953 (5. Mai – Stiftung des Karl-Marx-Ordens):
- Anlass: Am 5. Mai 1953 stiftete Ministerpräsident Otto Grotewohl exakt an Karl Marx’ Geburtstag den Karl-Marx-Orden als höchste staatliche Auszeichnung der DDR.
1953 befand sich die DDR in einer schweren politischen und wirtschaftlichen Krise. Die SED-Führung erklärte 1953 zum „Karl-Marx-Jahr“, anlässlich des 135. Geburtstags und des 70. Todestags von Karl Marx. In diesem Zusammenhang wurden zahlreiche Maßnahmen zur öffentlichen Verehrung von Karl Marx eingeleitet. Dazu gehörten unter anderem die Umbenennung von Chemnitz in Karl-Marx-Stadt und der Universität Leipzig in Karl-Marx-Universität.
Am 5. Mai 1953, dem Geburtstag von Karl Marx, stiftete Ministerpräsident Otto Grotewohl den Karl-Marx-Orden, der zur höchsten staatlichen Auszeichnung der DDR wurde.
Zu den ersten Trägern gehörten führende Persönlichkeiten der DDR, darunter Otto Grotewohl selbst, Wilhelm Pieck uns Walter Ulbricht.

Playboy – 1953
Das Magazin Playboy wurde von Hugh Hefner gegründet. Die erste Ausgabe erschien am 1. Dezember 1953 in den Vereinigten Staaten.
Diversifizierung in viele Geschäftszweige
Playboy ist längst nicht nur das Magazin, sondern ein weltweit agierendes Medien- und Lifestyle-Unternehmen (PLBY Group, Inc.). Globale Lizenzen: Auf dem Höhepunkt erschien das Magazin in über 30 Ländern zeitgleich mit eigenen, lokal angepassten Landessprachen und Ausgaben.
- Das Hasen-Logo (Rabbit Head): Es gehört zu den bekanntesten Markenlogos der Welt – vergleichbar mit den Logos von Coca-Cola, Apple oder Nike.
- Globale Lizenzen: Auf dem Höhepunkt erschien das Magazin in über 30 Ländern zeitgleich mit eigenen, lokal angepassten Landessprachen und Ausgaben.
- Playboy Clubs & Hotels: In den 1960er- bis 1980er-Jahren betrieb das Unternehmen exklusive Privatclubs, Luxushotels und Casinos (u. a. in Las Vegas, London und Miami).
- Markenwert: Das Logo verkaufte (und verkauft) Produkte in fast allen Ländern der Erde – von Kleidung und Parfüm bis hin zu Lifestyle-Accessoires.
- Fernsehen & Film: Eigene Fernsehsender (Playboy TV), Pay-TV-Kanäle und Filmproduktionen.
- Gastronomie & Merchandising: Eigene Restaurant-Ketten, Modelinien, Kosmetik und Merchandise-Kollektionen.

